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HABEN PFLANZEN EINE SEELE ? - Ein Ausflug in die faszinierende Welt der Pflanzen

VITALSEE Geschäftsführer Dr. Wolfgang Bittner erläutert in diesem Beitrag, seine Einstellung zur Natur, Tradition, Religion und Philosophie der Pflanzenwelt.



HABEN PFLANZEN EINE SEELE ? Das Konzept der "Seele" ist tief verwurzelt in Philosophie, Religion, Spiritualität und auch in einigen wissenschaftlichen Diskursen. Es ist ein sehr vielschichtiges und oft abstraktes Konzept, das von verschiedenen Kulturen und Denkschulen unterschiedlich interpretiert wird. Grundsätzlich wird die Seele oft als etwas Immaterielles betrachtet, das das individuelle Wesen einer Person oder eines Lebewesens ausmacht.


Nachfolgend möchte ich einige zentrale Aspekte aufzeigen, die oft mit der Seele in Verbindung gebracht werden:


1)    Bewusstsein und Identität: Die Seele wird oft als Quelle des Bewusstseins und der persönlichen Identität angesehen. Sie soll das einzigartige Wesen einer Person ausmachen, ihre Gedanken, Emotionen und ihr Selbstbewusstsein prägen.

2)    Spiritualität und Unsterblichkeit: In vielen religiösen Traditionen wird angenommen, dass die Seele etwas Spirituelles oder Göttliches ist, das über den physischen Körper hinaus existiert und unsterblich ist. Diese Auffassung besagt oft, dass die Seele nach dem Tod weiterlebt oder sich in einem anderen Zustand manifestiert.

3)    Moral und Ethik: Die Vorstellung von der Seele ist oft mit moralischen und ethischen Vorstellungen verbunden. Sie kann als Quelle von Werten, Gewissen und moralischer Verantwortung betrachtet werden.

Und zuletzt das

4)    Innere Wesen: Die Seele wird manchmal als das innere Wesen oder der Kern eines Individuums betrachtet, das tiefer liegt als die äußeren Handlungen oder der physische Körper.


Wie ausgeführt wird in einigen philosophischen Diskursen die Seele als etwas immaterielles und bewusstes Wesen betrachtet, während andere eher neurologische, psychologische oder biologische Erklärungen für das menschliche Bewusstsein bevorzugen. Ich persönlich bevorzuge den philosophischen teils spirituellen Zugang und sehe die Seele als etwas über den physischen Körper hinaus existierendes, dass sich nach dem Tod in einem anderen Zustand manifestiert. Ähnlich der Vorstellung von Seelenwanderung oder Wiederauferstehung die in verschiedenen Religionen und spirituellen Traditionen zu finden ist.

Die Anschauung im Buddhismus liegt mir am nächsten. Hier kann man sich vorstellen, man ist wie ein Wanderer auf einem endlosen Pfad. Die Reise der Seele geht weiter, von einem Leben zum nächsten, wie ein Lotus, der aus dem Schlamm auftaucht und zur Sonne strebt. Das Ziel ist - Nirvana, ein Zustand der Reinheit und Gelassenheit, wie der Frieden eines klaren Bergsees. Warum mir diese Variante so gut gefällt, liegt wohl auch an der Unerreichbarkeit – wie das Arbeiten an sich Selbst, dass immerwährend erfolgen sollte.


Nun gehe ich noch kurz und oberflächlich auf die Anschauungen weiterer Religionen ein.  Im Hinduismus glauben viele an die Idee der Reinkarnation. Nach dem Tod wird die Seele in einen neuen Körper wiedergeboren, basierend auf vergangenen Handlungen (Karma). Das Ziel ist Moksha, die Befreiung aus dem Zyklus der Wiedergeburten. Auch im Christentum ist seit der Wiederauferstehung Jesus Christus der Begriff Seele tief in ihren Glaubenssätzen verankert. Christen glauben an ein ewiges Leben nach dem Tod und die Auferstehung der Toten am Ende der Zeit, wenn Christus wiederkommt. Im Judentum gibt es verschiedene Ansichten über das Leben nach dem Tod. Einige glauben an eine Form der Wiederauferstehung am Ende der Zeit, während andere an ein Leben im Jenseits oder die Fortexistenz der Seele in einer spirituellen Dimension glauben. Im Islam wird an die Auferstehung am Tag des Jüngsten Gerichts geglaubt. Alle Menschen werden von den Toten auferweckt und gemäß ihren Handlungen gerichtet. Gläubige werden entweder ins Paradies oder in die Hölle eingelassen.


Lediglich von den zuvor dargelegten Religionen wird im Hinduismus und Buddhismus konkret von der Reinkarnation gesprochen, bei der die Seele in verschiedene physische Formen wiedergeboren wird. Diese Vorstellung bezieht sich jedoch normalerweise auf Lebewesen mit einem höheren Grad an Bewusstsein, wie Tiere oder Menschen. Es ist weniger üblich, von einer Reinkarnation in Pflanzen zu sprechen.


In diesen Religionen wird die Existenz von Seelen oft mit dem Konzept des Bewusstseins oder der individuellen Identität verbunden, das in höheren Lebewesen wie Tieren und Menschen vorhanden ist. Pflanzen werden oft nicht als solche mit einem vergleichbaren Grad an Bewusstsein oder individueller Identität angesehen.

Dennoch gibt es einige spirituelle Traditionen und philosophische Ansätze, die die Idee unterstützen, dass alle Lebewesen, einschließlich Pflanzen, eine Form von Bewusstsein oder Energie besitzen könnten. Einige Menschen betrachten Pflanzen als lebende Wesen, die auf ihre eigene Weise Empfindungen und Reaktionen zeigen.


Um nun die Pflanze als lebendes Wesen und deren mögliche Seele weiter erörtern zu können – werde ich nun auf die Entwicklung der Pflanze und deren Bestimmung eingehen.

Im Alten Testament der Bibel wird immer wieder auf die Verwendung von Pflanzen oder Naturstoffe eingegangen. Eine bekannte Stelle ist beispielsweise im Buch Ezechiel:

" Ezechiel 47,12 in der Lutherbibel (LUT) zu finden: Und allerlei Früchtebäume werden an seinem Ufer wachsen und ihre Blätter werden nicht verwelken, und alle vierundzwanzig Stunden werden sie Früchte tragen, weil ihre Wasser aus dem Heiligtum fließen. Und ihre Früchte werden zur Speise dienen, und ihre Blätter zur Arznei."

Dieser Vers stammt aus dem Buch Ezechiel im Alten Testament der Bibel. Es beschreibt eine prophetische Vision von Ezechiel, in der er den Tempel Gottes und einen Fluss sieht, der aus dem Tempel entspringt. Der Fluss trägt fruchtbares Wasser, das entlang seiner Ufer Bäume wachsen lässt. Diese Bäume tragen Früchte, die ganzjährig erntefähig sind und heilende Eigenschaften haben. Es wird als Bild für Gottes lebensspendende und heilende Kraft interpretiert, die sowohl physisches als auch spirituelles Wohlergehen bringt.


Seit Jahrtausenden haben Menschen Pflanzen als Heilmittel genutzt. Die traditionelle Pflanzenheilkunde, auch bekannt als Phytotherapie, wurzelt in den Praktiken verschiedener Kulturen auf der ganzen Welt. Von der chinesischen Kräutermedizin bis zu den alten ayurvedischen Lehren Indiens haben sich Menschen auf Pflanzen verlassen, um Krankheiten zu behandeln und das Wohlbefinden zu fördern.


Aber auch bedeutende Freimaurer haben im Laufe der Geschichte die Naturheilkunde unterstützt und praktiziert. Ein Beispiel hierfür ist der amerikanische Präsident George Washington. Washington war bekannt für seine enge Beziehung zur Natur und für seine Nutzung von natürlichen Heilmitteln. Er förderte die Verwendung von Kräutern und Pflanzen zur Behandlung von Krankheiten und vertraute auf alternative Heilmethoden, anstatt auf die damals vorherrschenden medizinischen Praktiken. Auch der deutsche Naturforscher und Freimaurer Johann Wolfgang von Goethe war ein großer Befürworter der Pflanzenheilkunde. Er beschäftigte sich intensiv mit der Botanik und beschrieb die heilenden Kräfte von Pflanzen in seinen Werken.


Die Erforschung der Pflanzenheilkunde (spätes 19te / frühes 20te Jahrhundert) führte zur Isolierung von Wirkstoffen, die in modernen Arzneimitteln Verwendung finden. Viele unserer heutigen Medikamente haben ihren Ursprung in Pflanzen. Ein Beispiel dafür ist die Entdeckung des Wirkstoffs Acetyl-Salicyl-Säure in der Rinde der Weidenbäume, aus dem später das weltbekannte Aspirin entwickelt wurde.


Doch ob Pflanzen eine Seele haben, ist eine tiefgründige Frage, weshalb ich versuchte Analogien zum Menschen herzustellen:

Zum Beispiel wie Bäume Harz produzieren, um Wunden zu versiegeln und Infektionen zu verhindern, setzen Menschen Schutzmechanismen ein, um sich vor Verletzungen zu bewahren. Das können sowohl physische als auch emotionale Schutzmechanismen sein, die dazu dienen, uns vor Schaden zu bewahren. Dieses Harz von Bäumen wie Boswellia (aus denen Weihrauch gewonnen wird) und Myrrhe haben aber auch verschiedene Anwendungen in der menschlichen Gesundheit. Diese Harze enthalten eine Vielzahl von Verbindungen, die verschiedene pharmakologische Eigenschaften aufweisen und seit langem in der traditionellen Medizin verwendet werden. Evidenzbasiert werden diese Harze, aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften auch zur Linderung von Schmerzen eingesetzt, insbesondere bei Erkrankungen wie Arthritis und anderen entzündlichen Erkrankungen.


Boswellia und Myrrhe haben auch antimikrobielle Eigenschaften, die helfen können, gegen Bakterien und Pilze zu kämpfen. Sie können die Wundheilung fördern, indem sie die Bildung von neuem Gewebe unterstützen und entzündungshemmend wirken. Sie werden aber auch bei der Behandlung von Hautverletzungen und Wunden verwendet. Die angenehmen Düfte von Boswellia und Myrrhe werden aber auch in der Aromatherapie verwendet, um Stress abzubauen, die Stimmung zu verbessern und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.

Wer kennt nicht den wohltuenden ausgiebigen Waldspaziergang?

Es werden Phenole und andere flüchtige organische Verbindungen, die als Terpene bekannt sind, von Bäumen freigesetzt. Diese Verbindungen können verschiedene gesundheitliche Vorteile bieten und zur Heilung beitragen, sowohl physisch als auch mental.


Die Analogie hinter diesem Vergleich – lässt vermuten: Alles steht in Verbindung!

Tatsache ist: Bäume haben die erstaunliche Fähigkeit, sich selbst zu heilen, indem sie ihre Wunden abdichten und das beschädigte Gewebe reparieren. Menschen haben ebenfalls eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Selbstheilung, sowohl körperlich als auch emotional. Der Körper kann Wunden heilen, während der Geist sich von Traumata erholen kann. Jedoch lässt es für mich noch immer keinen Schluss zu, ob Pflanzen ein Bewusstsein oder eine Seele, wie andere Lebewesen haben könnten. Es geht daher in meinen Gedanken viel mehr um die Frage wie sehr systemisch man angepasst die Welt verstehen möchte!


Hier kommt auch der Zwiespalt zwischen komplementärer Medizin und Schulmedizin ins Spiel. Die komplementäre Medizin, die oft auf ganzheitlichen Ansätzen basiert, betrachtet den Menschen als ein komplexes System, das auf körperlicher, geistiger und spiritueller Ebene behandelt werden sollte. In diesem Kontext werden Pflanzen oft als energetische und spirituelle Heilmittel betrachtet, die nicht nur körperliche Symptome, sondern auch die Seele behandeln können. Auf der anderen Seite steht die Schulmedizin, die auf evidenzbasierter Forschung und klinischen Studien beruht. Sie konzentriert sich hauptsächlich auf die körperlichen Aspekte von Krankheiten und Medikamenten, um Symptome zu behandeln und Krankheiten zu heilen. Diese Herangehensweise betrachtet Pflanzen in erster Linie als Quellen für Wirkstoffe, die isoliert und synthetisiert werden, um Medikamente herzustellen.


In der wissenschaftlichen Gemeinschaft wird die Idee einer "Seele" bei Pflanzen nicht im traditionellen metaphysischen oder religiösen Sinne betrachtet. Das Konzept einer Seele im philosophischen oder spirituellen Kontext bezieht sich oft auf ein immaterielles und bewusstes Wesen. In dieser Betrachtung gibt es jedoch Forschungen und Diskussionen über das Bewusstsein und die Reaktionsfähigkeit von Pflanzen auf ihre Umwelt. Einige Aspekte dieser Forschung könnten als Hinweis auf Formen von "Empfindsamkeit" oder "Kommunikation" interpretiert werden, gehen aber nicht so weit, von einer "Seele" im traditionellen Sinne zu sprechen.


Zum Beispiel haben Studien in der Pflanzenneurobiologie gezeigt, dass Pflanzen auf ihre Umgebung reagieren können, indem sie auf äußere Reize wie Licht, Schwerkraft oder Schädlinge reagieren. Elektrische Signale und chemische Reaktionen innerhalb der Pflanze spielen dabei eine Rolle.


Es gibt auch Forschungen, die darauf hinweisen, dass Pflanzen miteinander kommunizieren können, etwa indem sie chemische Signale freisetzen, um auf Bedrohungen oder Veränderungen in ihrer Umgebung zu reagieren.

Einige Wissenschaftler sehen diese Reaktionen als Anzeichen für eine Art von "Intelligenz" oder "Empfindsamkeit" bei Pflanzen an, die sie als adaptive Reaktionen auf ihre Umwelt interpretieren. Dies wird jedoch nicht als Beweis für eine "Seele" interpretiert, sondern als Teil der evolutionären Anpassung und des komplexen Zusammenspiels biochemischer Prozesse.

Es ist wichtig zu betonen, dass der wissenschaftliche Konsens darauf hindeutet, dass Pflanzen keine Bewusstseinsform im menschlichen Sinne haben. Obwohl sie auf Umweltreize reagieren und komplexe Reaktionen zeigen können, gibt es keine Evidenz dafür, dass sie über ein Bewusstsein, eine Selbstwahrnehmung oder emotionale Erfahrungen verfügen, wie es bei Tieren oder Menschen der Fall ist.

Es gibt auch Untersuchungen, die aufzeigen, wie Pflanzen miteinander interagieren können, beispielsweise indem sie Ressourcen teilen oder um diese konkurrieren. Diese Art von "kommunikativem Verhalten" in der Pflanzenwelt hat einige Wissenschaftler dazu veranlasst, darüber zu spekulieren, ob es sich um eine rudimentäre Form von Intelligenz oder Empfindsamkeit handelt.


Insgesamt bleibt die Frage, ob Pflanzen eine "Seele" haben, ein Gebiet, das die Grenzen zwischen Wissenschaft, Philosophie und Spiritualität berührt und noch viele offene Fragen aufwirft, die weiter erforscht werden müssen. Wissenschaftlich betrachtet gibt es Hinweise auf komplexe Reaktionen bei Pflanzen, aber die Existenz einer "Seele" im traditionellen Sinne bleibt weiterhin Gegenstand von Spekulationen und philosophischen Diskussionen. Auf philosophischer Ebene die Frage zu behandeln, ob Pflanzen eine Seele haben, führt zu einem tiefgründigen Diskurs über das Wesen der Seele, des Bewusstseins und des Lebens selbst.

Die Idee einer "Seele" ist in der Philosophie seit langem ein zentrales Thema. Die philosophischen Ansichten über die Seele variieren stark je nach kulturellem, religiösem und zeitlichem Kontext, wie bereits zuvor erörtert. Im Kern wird die Seele oft als das immaterielle, unsterbliche und essenzielles Wesen eines Individuums betrachtet, das seine Identität, Bewusstsein und vielleicht sogar moralische Verantwortung ausmacht.

In diesem Kontext stellen sich viele Fragen: Kann etwas, das nicht über ein Nervensystem oder ein Bewusstsein verfügt, eine Seele haben? Wenn ja, welche Art von Seele könnte es sein? Könnte es eine Form von Bewusstsein geben, die wir vielleicht nicht verstehen oder messen können, die aber dennoch vorhanden ist?

Einige Philosophen argumentieren, dass die Natur der Seele nicht auf biologische Merkmale beschränkt ist. Sie sehen die Seele als ein Konzept, das nicht nur Menschen, sondern auch anderen Lebewesen - wie Pflanzen - zugeschrieben werden könnte. Diese Ansicht basiert oft auf einem holistischen Weltbild, das alles Leben als miteinander verbunden und Teil eines größeren Ganzen betrachtet.

Es gibt auch philosophische Strömungen, die die Idee eines Bewusstseins oder einer "Seele" in allem Leben, einschließlich Pflanzen, anerkennen. Diese Ansätze betonen möglicherweise eine Art von Bewusstsein, das nicht unserem menschlichen Bewusstsein entspricht, aber dennoch als eigenständige Form existiert.

Ein anderer Standpunkt könnte darauf hinweisen, dass die Frage nach der Pflanzenseele eher eine metaphorische oder symbolische Bedeutung hat. In diesem Sinne könnten "Seele" oder "Bewusstsein" als Metaphern verwendet werden, um die tiefe Verbindung zwischen Pflanzen und ihrem Wachstum, ihrer Anpassungsfähigkeit und ihrem Überleben zu beschreiben.


Einige bedeutende Philosophen haben in ihren Werken über die potenzielle Existenz einer "Seele" bei Pflanzen philosophiert oder zumindest Aspekte berührt, die sich auf die Natur des Bewusstseins und des Lebens beziehen. Hier sind einige von ihnen:




Aristoteles: 

In seinem Werk "De Anima" (Über die Seele) diskutierte Aristoteles verschiedene Formen von Seelen und deren mögliche Manifestationen in verschiedenen Lebewesen. Er Unterschied zwischen der vegetativen Seele (die Pflanzen das Wachstum und die Vermehrung ermöglicht), der empfindenden Seele (die Tieren Bewegung und Wahrnehmung ermöglicht) und der vernünftigen Seele (die spezifisch für den Menschen ist). Aristoteles betrachtete Pflanzen als lebendige Wesen, die eine Art von "Seelenkraft" besitzen könnten.


Rudolf Steiner: 

Der Begründer der Anthroposophie sprach über die Idee einer "ätherischen" Dimension von Pflanzen. Er argumentierte, dass Pflanzen nicht nur eine physische, sondern auch eine "ätherische" Dimension haben, die eine Art spirituelle Essenz oder Lebenskraft darstellt. Steiner betonte die Notwendigkeit, Pflanzen als lebendige und spirituelle Wesen zu betrachten, um ein tieferes Verständnis für die Natur zu entwickeln.


Gottfried Wilhelm Leibniz:

Leibniz war ein Philosoph, der die Vorstellung eines Kontinuums des Bewusstseins entlang der gesamten Natur skizzierte. Er argumentierte, dass es eine "prästabilierte Harmonie" zwischen Körper und Seele gibt, die auch für Pflanzen gelten könnte. Leibniz vertrat die Ansicht, dass selbst die einfachsten Teile der Natur eine Art von innerer Aktivität oder Wahrnehmung haben könnten.

Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass diese Philosophen keine klaren und direkten Aussagen über die Existenz einer Seele bei Pflanzen gemacht haben, sondern eher indirekte oder implizite Anregungen in Bezug auf das Potenzial oder die Natur des Bewusstseins bei Pflanzen.


Die meisten dieser Philosophen nutzten Metaphern, Analogien oder spekulative Ideen, um ihre Konzepte zu vermitteln, und es ist oft schwierig, ihre Ansichten direkt zu zitieren, da ihre Gedanken über die Pflanzenseele in einem breiteren Kontext ihrer Werke verstreut sind und verschiedene Interpretationen zulassen. In der Philosophie gibt es keinen endgültigen Beweis oder eine endgültige Antwort auf die Frage, ob Pflanzen eine Seele haben. Stattdessen regt diese Frage dazu an, unser Verständnis von Bewusstsein, Leben und unserer Beziehung zur Natur zu überdenken. Es ist eine Einladung, tiefer über die Natur des Lebens und unserer Verbindung zu allen Lebewesen nachzudenken.

Ich betrachte die Natur als einen Spiegel für spirituelle Lehren und sehen in Pflanzen Symbole für Wachstum, Transformation und Erneuerung. Mit dieser Sichtweise kann ich eine Verbindung zwischen der spirituellen Dimension von Pflanzen und der Suche nach höherem Bewusstsein herstellen.


Eines ist sicher, es bleibt ein faszinierendes Thema, das weiter erforscht und diskutiert werden muss, um ein tieferes Verständnis darüber zu erlangen, wie wir mit der Natur und ihren Lebewesen in Verbindung stehen.

Abschließend möchte ich betonen, dass jeder für seine eigene Gesundheit und Wohlbefinden verantwortlich ist. Es ist wichtig, eine informierte Entscheidung darüber zu treffen, welche medizinischen Praktiken und Überzeugungen für einen selbst am besten geeignet sind. Möchte aber schließlich die Anschauungen vom Anthroposophen Rudolf Steiner teilen, dass es eine Notwendigkeit darstellt, Pflanzen als lebendige und spirituelle Wesen zu betrachten, um ein tieferes Verständnis für die Natur überhaupt entwickeln zu können.


 

Dr. Wolfgang Bittner, MBA ist gesellschaftender Geschäftsführer der Vitalsee biotech GmbH, Freidenker, Innovator und seit mehr als 20 Jahren Unternehmensberater.


Nach Abschluss seiner Lehre als Büchsenmacher, seines Meisterstudiums und parallel seinem Studiums an der Johannes Kepler Universität Linz, baute er für das Land Oberösterreich den Automobilcluster auf. Im Aufsichtsrat der Triple A (Austrian Automotive Association) setzte er diese Agenden international weiter um. In seinem MBA Studium des Wissensmanagement an der JKU, stellte er sich die Fragen: Warum Wissen oft nicht vermittelt wurde und wie man verloren geglaubtes Wissen wieder heben kann.


Nach mehr als 100 innovativen Kooperations- und Innovationsprojekten, entdeckte er für sich die Kraft der Natur. Er beschloss dieses Pflanzenwissen zu heben und weiter zu erkunden. Heute zählt Vitalsee biotech mit mehr als 400 Ärzten und Therapeuten zu den "hidden champions" bei den Phytotherapeutikas. Diese werden im Netzwerk entwickelt und erfolgreich von Ganzheitsmedizinern international angewendet.


 

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